Ganz Wien im Zeichen der Evolutionstheorie

Über ein Dutzend Veranstaltungen im Charles-Darwin- Jahr der Stadt Wien

Von Februar 2009 bis Februar 2010 sorgen in Wien 16 Veranstaltungen für ein tieferes Verständnis der Evolutionstheorie und ihrer Folgen. Die Bandbreite reicht von Symposien über die Formen der Kooperation bis zu Ausstellungen im öffentlichen Raum und im Künstlerhaus- Ein Überblick.

Symposien, Ausstellungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen - in über einem Dutzend Veranstaltungen wird in Wien das Leben und Werk Charles Darwins. Nach der Eröffnung des Darwin-Jahrs durch die Wiener Vorlesungen lädt am 3. März die Österreichische Akademie der Wissenschaften gemeinsam mit der Universität Wien und den Wiener Vorlesungen zum Symposium „Evolution - Die Grundlage für ein Verstehen des Wandels in der Welt": Im Verlauf von vier Tagen wird untersucht, wie die Evolutionstheorie sich in den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen abbildet - der Bogen reicht von der Neurobiologie über die Ökonomie bis zur Kunstgeschichte.


Im Anschluss untersuchen Wissenschaftler der Universität Wien die Evolution des Schlafes unter dem Titel „Vom Urmenschen zum Uhrenmenschen" (17. März). Eine Ausstellung im öffentlichen Raum lässt den Betrachter ab Juni auf den Spuren Darwins wandeln: Auf Litfaßsäulen und City Light Vitrinen wird die Reise mit der Beagle nachvollzogen und das Leben und Werk Darwins vorgestellt. Die Ausstellung beginnt vor dem Naturhistorischen Museum, führt über Schottenring und Freyung zurück bis vor das Völkerkundemuseum.


„Homo Sociobiologicus - Evolution der Kooperation beim Menschen" nennt sich eine interdisziplinäre Universitätstagung, bei der Forscher der Soziobiologie, Sozialwissenschaften, Anthropologie und Philosophie in Dialog treten und bei der die Relevanz von Formen der Kooperation nachgewiesen wird, anstatt das von Darwin entdeckte Zusammenspiel von Mutation und Selektion „sozialdarwinistisch" zu deuten.


Die bildende Kunst nähert sich dem Thema unter dem Motto „Evo Evo!". Die vom Kuratorenteam Peter und Ingeborg Braunsteiner gestaltete Ausstellung im Wiener Künstlerhaus richtet den Fokus vor allem auf die geistig-kulturellen Aspekte der Entwicklungsgeschichte - die Kulturevolution und zeigt Kommentare und Positionen von dreißig bildenden Künstlerinnen und Künstlern zu den Themen: „Schrift-Symbol-Sprache" „Gestalt und Form", „Zucht und Ordnung", Mensch und Tier" (18. September bis 22. Oktober, Künstlerhaus Wien) 16 Veranstaltungen sind bis jetzt geplant - bis in den Februar 2004 hinein, wo die katholisch-theologische Fakultät internationale Wissenschaftler die Frage „Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube - eine Herausforderung für Biologie, Theologie und Philosophie sowie für den interdisziplinären Diskurs" diskutieren lässt (23. bis 26. Februar 2010, Universität Wien).

Charles Darwin - Die Welt der Wissenschaft

Wie viel der ursprünglichen Thesen Charles Darwins der Evolutionstheorie enthalten ist, untersucht diese Ö1-Sendung vom 15.12.2009.