Darwins wichtigste Werke im Überblick

 

Zwar wird Darwin in der Hauptsache mit dem Evolutionsgedanken in Verbindung gebracht, aber sein Werk umfasst noch viel mehr


Die für die Evolutionstheorie wichtigsten Bücher Darwins sind

  • Die Entstehung der Arten (1859)
  • Das Variieren der Tiere und Pflanzen im Zustand der Domestikation (1868)
  • Die Abstammung des Menschen (1871)
  • Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen und den Tieren (1872)
  • Vor allem das „Artenbuch" und Die Abstammung des Menschen sind in einer nahezu unüberschaubar großen Zahl von Ausgaben, Auflagen und Übersetzungen erschienen.

Aber Darwin hat auch darüber hinaus ein eindrucksvolles naturwissenschaftliches Werk hinterlassen. Er war ein universaler Naturforscher, dem wir viele Beiträge zu geologischen, paläontologischen, botanischen und zoologischen Fragen verdanken. „Man würde sich ebenso an Darwin als einen herausragenden Wissenschaftler erinnern, wenn er nie ein Wort über Evolution geschrieben hätte" (Ernst Mayr).

 

Besondere Beachtung verdient Darwins über 1000 Seiten starkes Werk über die Rankenfußkrebse, das seinen Verfasser als überaus akribischen, systematisch arbeitenden Forscher ausweist; acht Jahre lang (von 1846 bis 1854) hat er daran gearbeitet. Man kann darin zwar eine empirische Übung und Vorbereitung auf die Abfassung seines „Artenbuchs" sehen, aber das Werk ist auch für sich allein imposant genug.

Von Kindheit an hegte Darwin ein lebhaftes Interesse an Pflanzen. Welche Bedeutung Pflanzen in seinem wissenschaftlichen Werk finden, spiegelt sich in folgenden seiner Bücher wider:

  • Über die Einrichtungen zur Befruchtung britischer und ausländischer Orchideen (1862)
  • Die Bewegungen und Lebensweise der kletternden Pflanzen (1867)
  • Insektenfressende Pflanzen (1875)
  • Die Wirkungen der Kreuz- und Selbstbefruchtung im Pflanzenreich (1876)
  • Die verschiedenen Blütenformen an Pflanzen (1877)
  • Das Bewegungsvermögen der Pflanzen (1880)

Nicht zu übergehen ist auch Darwins „Reisebericht", der nunmehr in verschiedenen (deutschsprachigen) Ausgaben zugänglich ist. Die Reise eines Naturforschers um die Welt war Darwins erstes Buch. 1839 erschienen, ist das Werk sowohl Reisetagebuch als auch eine Beschreibung und Deutung der anlässlich der Weltreise mit der „Beagle" (1831-1836) beobachteten Naturphänomene. Eingestreut sind auch zahlreiche persönliche Bemerkungen, die Darwins Interesse an allem, was er sah, bekunden. Das Buch darf ohne weiteres Alexander von Humboldts berühmten Reisewerk zur Seite gestellt werden und gilt als Klassiker neuzeitlicher Reisebeschreibungen.

 

In Buchform erschienen schließlich noch folgende Veröffentlichungen Darwins, die seine breiten naturkundlichen Interessen einmal mehr unterstreichen:

  • Über den Bau und die Verbreitung der Korallenriffe (1842)
  • Geologische Beobachtungen über die vulkanischen Inseln (1844)
  • Geologische Beobachtungen über Südamerika (1846)
  • Die Bildung der Ackererde durch die Tätigkeit der Würmer (1881)

Neben Büchern veröffentlichte Darwin eine große Zahl von wissenschaftlichen Abhandlungen und kleineren Beiträgen, die abermals seine breiten Interessen in der Naturforschung erkennen lassen.

Franz M. Wuketits

 

 

Wichtige Werke

 

Charles Darwin - Die Welt der Wissenschaft

Wie viel der ursprünglichen Thesen Charles Darwins der Evolutionstheorie enthalten ist, untersucht diese Ö1-Sendung vom 15.12.2009.